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Hodenkrebs

Der Hoden (lat. Testes) ist die männliche Geschlechts-, bzw. Keimdrüse. Er produziert und lagert die Spermien und bildet gleichzeitig die Hauptquelle der männlichen Sexualhormone. Das Hodengewebe ist aus Läppchen aufgebaut, die über Kanälchen miteinander verbunden sind.

Man unterscheidet 2 Typen von Hodenkrebs, der auch als maligner Keimzelltumor bezeichnet wird:

  • Das Seminom (40 - 50% der Fälle), das von den samenbildenden Zellen (Spermatozyten) ausgeht
  • Der nicht-seminomatöse Hodenkrebs, der seinen Ursprung in den frühen (embryonalen) Keimzellen hat (50 % der Fälle)

Entstehung & Risiko

Hodenkrebs ist die häufigste Krebserkrankung des jungen Mannes zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr. Die eigentlichen Ursachen von Hodenkrebs sind unbekannt. Meist liegt kein besonderer Risikofaktor vor. Erhöhtes Risiko besteht, wenn der Hoden im Bauchraum (20-fach) oder in der Leistenregion (80-fach) verblieben ist. Familiäre Häufungen oder berufliche Belastungen sind nicht bekannt.

Symptome

Die wichtigsten Symptome von Hodenkrebs sind:

  • Vergrößerung oder Verhärtung eines, oder eines Teils der Hoden
  • unregelmäßige Form
  • Knotenbildung
  • Ziehen oder Schmerzen im Hoden.
  • Rückenschmerzen
  • Vergrößerung des Brustdrüsengewebes (selten)

Diagnose

Die Diagnose erfolgt aufgrund der klinischen Untersuchung, Tastbefund, Ultraschall, Magnetresonanztomographie, Laboruntersuchung einschließlich von Tumormarkern. Zur Stadieneinteilung wird eine Computertomografie von Brust und Bauchraum vorgenommen.

Die endgültige Diagnosesicherung ist erst durch die histologische Untersuchung des Operationspräparates gegeben.

Therapie

Die Therapie des Hodenkrebs hängt von der Tumorart (Seminom oder Nichtseminom) und vom Stadium der Erkrankung ab.

Die chirurgische Therapie – operative Entfernung des erkrankten Hodens - steht zunächst im Vordergrund. Allenfalls befallene Lymphknoten im hinteren Bauchraum können ebenfalls durch diese Operation entfernt werden.

In Abhängigkeit zur Ausbreitung der Erkrankung (Stadium) und nachweisbaren Risikofaktoren für einen Rückfall (erhöhte Tumormarker) wird zusätzlich noch Strahlen und/oder Chemotherapie verabreicht.

Nachsorge

Den genauen Zeitpunkt und die Art der Kontrolluntersuchungen (Labor- und bildgebende Untersuchungen) nach abgeschlossener Therapie bestimmt der Arzt aufgrund des individuellen Krankheitsbildes.