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Magenkrebs

Der Magen schließt unterhalb des Zwerchfelles an die Speiseröhre an und geht in den Zwölffingerdarm über. Der Magen wird in 5 Abschnitte gegliedert: Die Speiseröhreneinmündung (Kardia), Magengewölbe (Fundus), den Körper (Korpus), Abschnitt vor dem Pförtner (Antrum) und den Pförtner (Pylorus). In der Schleimhaut, der Auskleidung der Magen-Innenwand, befinden sich säure- und sekret-bildende Zellen, die Magensäure bzw. den Schleim (Schutzschicht) bilden. Magenkrebs geht in bis zu 90 % von diesen drüsenbildenden Zellen aus. Man bezeichnet diesen Typ daher als Adenokarzinom.


Entstehung & Risiko

Vor allem Ernährungsfaktoren spielen bei der Entstehung von Magenkrebs eine ganz wesentliche Rolle. Der Nitratgehalt in geräuchertem oder gepöckeltem Fleisch (Umwandlung von Nitrat in Nitrit und in Verbindung mit Eiweiß zu den krebserregenden Nitrosaminen), stark Gegrilltes, verdorbene Nahrung (besonders verschimmeltes Brot), Alkohol sowie Nikotin tragen wesentlich zur Krebsentstehung bei.

Auch Chronische Gastritis, chronisches Magengeschwür, Polypen im Magen, Vitamin B12-Mangel, länger als 10 bis 15 Jahre zurückliegende Magenoperationen und Fälle von Magenkrebserkrankungen in der Familie, werden ebenfalls als Risikofaktoren eingestuft.

Darüber hinaus kann die Besiedelung des Magens mit dem Helicobacter pylori Keim eine mitauslösende Ursache für Magenkrebs darstellen. Dieser Keim besiedelt die Schleimhaut des Magens und kann zu Entzündungen (Gastritis) und Geschwüren führen. Etwa 50 % der Magen- und 80 % der Zwölffingerdarmgeschwüre, sind durch eine Infektion mit Helicobacter pylori bedingt. Patienten mit spezifischen Gastritisformen tragen dabei ein besonders erhöhtes Risiko an Magenkrebs zu erkranken.

Symptome

Warnsignale für Magenkrebs gibt es nicht. Ein „empfindlicher Magen“, Druckgefühl oder Schmerzen im Oberbauch, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Gewichtsabnahme, Abneigung gegen Fleisch- und Wurstwaren, neu aufgetretene Unverträglichkeit von Kaffee, Alkohol und Obst, Völlegefühl nach wenigen Bissen, Blutiger oder "teerschwarzer" Stuhl, Blutarmut (Anaemie) sollten bei längerdauernden Beschwerden, die nach Wochen nicht abklingen, unbedingt untersucht werden.

Diagnose

Die Röntgendarstellung des Magens in Doppelkontrasttechnik, Magenspiegelung (Untersuchung mit biegsamer Sonde von Speiseröhre und Magen) mit Entnahme (Biopsie) von verdächtigem Gewebe sind zielführende Untersuchungstechniken für die Diagnose von Magenkrebs. Die mikroskopische Untersuchung des entnommenen Gewebes ermöglicht die Unterscheidung zwischen gutartig und bösartig. Ultraschall und Computertomografie sind weitere Untersuchungen, mit der die Ausdehnung und etwaige Absiedelungen bestimmt werden können.

Therapie

Die Therapie richtet sich nach der lokalen Ausbreitung, dem Stadium und histologischen Typ der Erkrankung. Die wichtigste Therapie ist die Entfernung des Tumors mittels Operation. Strahlentherapie kann während oder nach der Operation, oder auch bei inoperablen Patienten angewandt werden.

Für eine Anwendung der Chemotherapie gibt es bestimmte Voraussetzungen, wobei anzumerken ist, dass in den letzten Jahren Medikamente entwickelt wurden, die gerade beim Magenkrebs auch im fortgeschrittenen Stadium gute Wirksamkeit haben.

Nachsorge

Den genauen Zeitpunkt der Kontrolluntersuchungen nach abgelaufener Therapie bestimmt der Arzt aufgrund des individuellen Krankheitsbildes.