Glioblastomtherapie mit Methadon: Fact oder Fiction?

Eine in vitro-Studie zur Wirkungsweise von Methadon in Glioblastomen

Dr. Sabine Spiegl-Kreinecker (2015/16), € 23.800.-


Einsatz des MRI zur Sensibilisierung von ovarialen Tumorzellen für die Chemotherapie

Eine in-vitro Studie zur Untersuchung der synergistischen Wirkungsweise des MRI und der Chemotherapie

In dieser Pilotstudie soll die Frage geklärt werden, ob der spezifische Einsatz des MRI die Wirkung von Chemotherapeutika verstärken kann. Die Ergebnisse dieser Studie sollen die Basis für einen Folgeantrag bilden, der im Detail die Einsetzbarkeit des MRI zur Verbesserung der Therapie von Ovarialkarzinomen klären soll.

Prim. Prof. Dr. P. Oppelt, KUK Linz/Gynäkologie; 2016/17, € 25.290.-


Immunologische Phänomene der lokalen Strahlentherapie mit oder ohne Chemotherapie

Dr. Elisabeth Bräutigam (2015-17), € 60.800,-


Charakterisierung des klonalen Genexpressionsprofils myelodysplastischer Syndrome in einem frühen Krankheitsstadium

Neben der diagnostischen Problematik stellt die heterogene Gruppe der myelodysplastischen Syndrome (Abkürzung: MDS, eine maligne Knochenmarkerkrankung) auch eine große Herausforderung in der Therapie der betroffenen Patienten dar. Das Ansprechen auf die zur Auswahl stehenden Verfahren ist äußerst unterschiedlich und lässt sich im Einzelfall - von wenigen Ausnahmen abgesehen - kaum vorhersagen. Im vorliegenden Projekt soll deshalb geklärt werde, welche dieser Gene bei Fällen von MDS verändert sind.

Dr. Sigrid Machherndl-Spandl, I. Med. Abteilung, KH d. Elisabethinen, 2014/15 - € 15.871,-

Zur Publikation


Lebensqualität nach gynäkologischen Malignomen:

Auswirkung von körperlichem Training auf Lebensqualität und motorische Fähigkeiten, 

In dieser Pilotstudie sollen auf rein deskriptiver bzw. explorativer Basis erste Erkenntnisse gewonnen werden, ob nach einer adjuvanten Therapie eine gezielte Verbesserung des körperlichen Status zu erhöhter Lebensqualität führt und dokumentiert werden, wie Trainingserfolge und Compliance dimensioniert sind. Arbeitshypothese: regelmäßiges Sporttraining bewirke eine Verbesserung des körperlichen Status und erhöhe die Lebensqualität.

Dr. Daniela Wiplinger; Landes- Frauen- und Kinderklinik, L2014/15 - € 32.260,-


Stadienabhängige Expression von microNRA beim Kolorektalkarzinom

Eine kürzlich entdecke Klasse an Molekülen, die an der Regulation der Zellteilung und -funktion beteiligt ist, ist die der sogenannten Mikro-RNAs (Ribonukleinsäuren). Diese können an andere RNA-Moleküle binden und dadurch ihre Aktivität beeinflussen. Die klinische Bedeutung von miRNAs, speziell bei der Metastasierung, ist noch weitgehend unverstanden. Dazu werden Patientenproben mit Lymphknotenmetastasen mit jenen ohne Metastasen verglichen. Ziel ist, jene microRNAs herauszufiltern, die diese beiden Gruppen voneinander unterscheiden. Damit könnten Tumore mit hoher Metastasierungswahrscheinlichkeit bereits vorab identifizierbar und eine Optimierung der Therapie erreicht werden.

Dr. Gerald Webersinke, Interne Medizin I: 2013/14 - € 21.900,-:


Subprotokoll Lebensqualität der ABCSG C07 Exercise Pilotuntersuchung:

Ausdauertraining zur Reduktion der Rezidivrate nach Ende einer adjuvanten Chemotherapie beim lokalisierten Kolorektalkarzinom

Bei dieser Rahmenstudie soll das Thema "Bewegung" unter dem Gesichtspunkt der Lebensqualität betrachtet werden mit folgenden Fragestellungen:

  • Kommt es unter einem Ausdauertraining nach Abschluss der Chemotherapie zu einer Verbesserung der globalen Lebensqualität?
  • Welche speziellen Symptom- oder Funktionsskalen zeigen eine besondere Dynamik?
  • Gibt es eine Korrelation von globaler Lebensqualität und Trainingsumfang und/oder Leistungssteigerung?

Dr. Gudrun Piringer, Klinikum Wels, Abteilung f. Innere Medizin IV, (2012-2013), € 13.575,-


Therapieversagen beim Glioblastom

Nachdem die Subpopulation der sog. Tumorstammzellen bzw. tumor initiating cells (TIC) sowohl morphologisch (Fähigkeit zur Neurosphärenbildung) als auch hinsichtlich der Expression von stammzellassoziierten Markern (CD133, SOX2, Nestin, Musashi) charakterisiert wurde, erfolgten im weiteren Verlauf des Projektes Analysen auf Gen und -Expressionsebene. Dabei zeigten sich die Telomeraseaktivität als auch das Major Vault Protein (MVP) deutlich aktiviert/erhöht und somit als interessante Parameter, die näher bearbeitet wurden. Analysen an Zellkulturen sowie Tumorgewebe ergaben, dass eine Reaktivierung des Unsterblichkeitsenzyms Telomerase maßgeblich in der TIC-Zellpopulation stattfindet und diese damit eine zentrale Rolle in der Etablierung stabiler Zellmodelle einnimmt. Weiters zeigte sich in der Zusammenschau mit klinischen Daten ein signifikanter Überlebensvorteil für GlioblastompatientInnen jüngeren Alters deren Tumore nachweislich keine Telomeraseaktivität hatten. Weiterführende Untersuchungen zur Funktionalität des Major Vault Protein untermauerten seine Rolle als Onkogen. MVP aktiviert verschiedene pro-onkogene Signalwege wie z.B.: die MAPK- und PI3K-Kaskade, das in einer gesteigerten Migrationsrate resultiert. Umgekehrt führt eine Blockierung von MVP zu Wachstumsstopp und erniedrigtem Migrationspotential. Zudem konnte gezeigt werden, dass MVP an den Tumorsuppressor PTEN bindet und dies in weiterer Folge den PI3K-Signalweg aktiviert. Die Hemmung von mTOR und AKT mittels entsprechender Inhibitoren wie Temsirolimus bzw. MK2206 könnte eine Möglichkeit darstellen, die über MVP vermittelte Zellmigration zu blockieren und eine Progression der Erkrankung zu verhindern. Die Ergebnisse dieser Arbeiten wurden bei der Tagung Brain Tumor 2011 in Berlin (16-17.Juni) als Poster präsentiert und sind derzeit in Vorbereitung zur Publikation.

Publikationen:

Prognostic significance of telomeraseassociated parameters in glioblastoma: effect of patient age

Major vault protein supports glioblastoma survival and migration by upregulating the EGFR/PI3K signalling axis
Genomic Changes of Glioblastoma Stem Cell Subpopulations are Widely Identical with those of the Original Parental Cell Line
Detection of genomic changes in glioblastoma stem cell subpopulations by array comparative genomic hybridisation
O6-Methylguanine DNA methyltransferase protein expression in tumor cells predicts outcome of temozolomide therapy in glioblastoma patients

Rolle von Tumorstammzellen und MGMT-Status, Dr. Sabine Spiegl-Kreinecker, (2008-2012), € 134.340,-


Einfluss der Chemotherapie auf die Lebensqualität bei Patientinnen mit metastasierendem kolorektalen Karzinom

Bei diesem Forschungsprojekt stand die Frage im Mittelpunkt, ob es eine Chemotherapie auf die Lebensqualität bei Patienten mit metastasierendem kolorektalen Kazinom Einfluss hat. 
Außerdem soll festgestellt werden

  • ob sich anhand spezifischer soziodemographischer und/oder klinischer Daten Patientengruppen identifizieren lassen, die besonders profitieren.
  • ob es eine Verbindung zwischen dem Ansprechen auf die palliative Chemotherapie und der Lebensqualität des Patienten gibt.
  • ob Ausgangslebensqualität bzw. Körperfunktionen des Patienten als prognostische Kriterien für das Überleben des Patienten ermittelt werden können.

Dr. Beate Mayrbäurl, (2008-2011), € 29.500,-

Publikationen:

Quality of life across chemotherapy lines in patients with advanced colorectal cancer: a prospective single-center observational study


Molekulare Pathogenese von atypisch chronischen myeloproliferativen Erkrankungen

Mechanismen und Bedeutung von Tyrosinkinaseaktivierung bei atypischen myeloproliferativen Erkrankungen

Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, das Verständnis über die Entstehungsmechanismen von atypischen chronischen myeloproliferativen Erkrankungen zu verbessern. Es soll die Hypothese bestätigt werden, dass diese Erkrankungen durch die Aktivierung von sogenannten Tyrosinkinasen entstehen. Die Identifikation von Tyrosinkinaseaberrationen wird die Entwicklung von neuen zielgerichteten Therapien für betroffene Patienten ermöglichen.
Leukämien und andere Krebsformen beruhen im wesentlichen auf genetischen Veränderungen. Die Identifizierung von Genen, die bei einer bestimmten Krebsart maßgeblich verändert sind, macht eine exakte Diagnosestellung sowie eine bessere Überwachung des Ansprechens auf gezielte Therapiemaßnahmen möglich und bietet einen Angriffspunkt für therapeutische Interventionen.
Das Ziel dieses Forschungsvorhabens besteht darin, charakteristische Gene, die in der Entstehung von sogenannten atypischen chronischen myeloproliferativen Erkrankungen involviert sind, zu erkennen und deren Wirkung zu verstehen.
Über atypische chronische myeloproliferative Erkrankungen ist nur sehr wenig bekannt. Ursächlich werden Aberrationen in einer spezifischen Genklasse, den sogenannten Tyrosinkinasen, vermutet, wobei diese Erkenntnisse auf einer kleinen Subgruppe von Patienten beruhen, die aufgrund von sichtbaren chromosomalen Veränderungen analysiert werden können. Die Bedeutung dieses Projekts liegt darin, dass bestimmte Tyrosinkinasen bereits durch zielgerichtete Medikamente (sog. kleine Moleküle) beeinflusst werden können und Patienten mit diesen bekannten Aberrationen auf diese Therapieformen ansprechen.
Die methodische Grundlage zur Charakterisierung von aberranten Tyrosinkinasegenen stellt die sogenannte „microarray comparative genomic hybridization“ dar. Mit Hilfe dieser Methode sollen neue Zielstrukturen für eine klinisch relevante molekulare Intervention analysiert werden.

Dr. Sonja Burgstaller (2006-2007), € 17.000,-

Publikationen:

The severity of FIP1L1–PDGFRA-positive chronic eosinophilic leukaemia is associated with polymorphic variation at the IL5RA locus


Charakterisierung quantitativer, genomischer Veränderungen in primären Hirntumoren

Assoziation mit histo-pathologischen und klinischen Parametern

Glioblastome gehören zu den häufigsten und bösartigsten Gehirntumoren, die aufgrund ihres infiltrativen Wachstums kaum zur Gänze entfernt werden können und in der Regel, auch trotz maximaler Therapie, wiederkehren. Wie sich Primär- von Rezidivtumoren hinsichtlich ihres chromosomalen Musters und ihres Therapieansprechens unterscheiden war u.a. Gegenstand eines Projektes, das für die Dauer von zweieinhalb Jahren von der Österreichischen Krebshilfe OÖ finanziert wurde. Aus operativ entnommenem Tumorgewebe wurden im Labor der Theoretischen Neurochirurgie der Landesnervenklinik Wagner-Jauregg Zellkulturen etabliert. Die Analyse chromosomaler Veränderungen des Hirntumors wurde mittels der speziellen Methode der Comparativen Genomischen Hybridisierung (CGH) sowohl an den Zellkulturen als auch am zugehörigen Tumorschnitt durchgeführt. Dabei wurden v.a. auch histopathologisch unterschiedliche Subregionen des Tumors berücksichtigt, die mit modernsten Laser-Methoden (Mikrodissektion) isoliert und vergleichend analysiert werden konnten. Dabei zeigte sich, dass eine Subgruppe von Glioblastomen mit einem weniger aggressiven und therapiesensitiven Rezidivtumor wiederkehren kann. Somit liegt nahe, dass diese PatientInnengruppe mit großer Wahrscheinlichkeit auch bei wiederholtem Tumorwachstum von einer weiteren Chemotherapie profitieren könnte. Die Ergebnisse aus diesen Untersuchungen wurden in einer international angesehenen wissenschaftlichen neuroonkologischen Zeitschrift zur Publikation eingereicht.

Mag. Sabine Spiegl-Kreinecker (2003-2006), € 60.300,-

Publikationen:

Dynamics of chemosensitivity and chromosomal instability in recurrent glioblastoma

Prognostic significance of telomeraseassociated parameters in glioblastoma: effect of patient age


Rolle des Apoptose-inhibierenden Proteins Survivin in der Pathogenese des malignen Neuroblastoms

Barbara Tunkl (2002-2003), € 11.512,-


Qualitativer und quantitativer Nachweis von Tumorzellen im Knochenmark

Nach neuesten Forschungsergebnissen hat der Nachweis von Tumorzellen im peripheren Blut und Knochenmark von Mammakarzinom Patientinnen prognostische Bedeutung. Mit von uns entwickelten molekularbiologischen Methoden sollen Proben von Mammakarzinom-Patientinnen auf die Expression von Mammaglobin und HER2/neu als Marker für Tumorzellen untersucht werden. Weiters planen wir, mit Hilfe von real-time PCR quantitative Testsysteme einzusetzen. Schließlich sollen bei Diagnose auch Proben von Tumorgewebe und regionaler Lymphknoten entnommen und die Expression von Mammaglobin und HER2/neu quantifiziert werden. In diesen Untersuchungen können eine molekulargenetische Chrarakterisierung des Tumors und seine mögliche hämatogene Metastasierung erfasst werden und somit Rückschlüsse auf die Prognose der individuellen Patientin im Verlauf ihrer Erkrankung gezogen werden.
Dieses Projekt wurde zwischen September 2001 und September 2003 im KH d. Elisabethinen vom Projektteam Prof. Dr. Dieter Lutz, Dr. Hedwig Kasparu und Dr. Otto Zach als Projektleiter sowie von Mag. Barbara Kessler als durchführende MTA betreut.
Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass der Mammaglobin nested RT-PCR Assay eine zuverlässige Methode ist, um Tumorzellen im Blut von Patientinnen mit Brustkrebs nachweisen zu können. Die Prozentsätze an positiven Proben entsprechen den bisher publizierten Ergebnissen. Diese Methode ist auch geeignet, um Tumorzellen im Knochenmark nachweisen zu können, allerdings war die Anzahl der untersuchten Knochenmarkproben zu gering, um weiter gehende Aussagen treffen zu können.

Dr. Otto Zach & Mag. Barbara Kessler (2001-2003), € 48.700,-

Pubikationen:

The detection of circulating tumour cells in blood of metastatic breast cancer patients is of prognostic relevance

Jahresbericht 2018

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