Krebserkrankungen in Österreich 2020 nach Geschlecht und Krebsart

Krebs-Statistik

Krebserkrankungen in Österreich: 375.749 Betroffene, 41.775 Neuerkrankungsfälle, 20.337 Sterbefälle

Zum Jahresanfang 2020 lebten laut Statistik Austria 375.749 Personen mit einer Krebsdiagnose in Österreich. Die Zahl der Neuerkrankungsfälle lag im Jahr 2019 bei 41.775. Bei etwa der Hälfte aller 2019 diagnostizierten Fälle waren Brust, Prostata, Darm oder Lunge betroffen. Aktuelle Daten und Informationen zu Neuerkrankungen im Jahr 2020 lt. Statistik Austria, Österreichisches Krebsregister (Stand 17.1.2023) finden Sie hier. 

 

Begriffserklärungen 

Die Epidemiologie (griech. "Lehre von dem was über das Volk gekommen ist") ist die Lehre von der Häufigkeit und den Ursachen von Krankheiten in der Bevölkerung. In der Onkologie befasst sich die Epidemiologie mit der Erfassung der Krebshäufigkeit (Inzidenz), Krebssterblichkeit (Mortalität) und besonders auch mit den Krebsursachen. 

  • Prävalenz gibt Auskunft über die Anzahl der Fälle einer bestimmten Krankheit (chronisch oder wiederholt auftretend) oder eines Zustandes zu einem bestimmten Zeitpunkt, bezogen auf die Gesamtbevölkerung.
  • Inzidenz (Neuerkrankungsziffer) ist ein Maß für ein Neuauftreten von Tumoren in einer bestimmten Bevölkerung (Neuerkrankungen die jährlich gemeldet werden) während eines bestimmten Zeitraumes (meist 1 Jahr). 
  • Morbidität (Erkrankungshäufigkeit) ist ein Maß für die Häufigkeit von Krankheiten in der Bevölkerung ohne Unterscheidung von Prävalenz und Inzidenz.
  • Mortalität (Sterblichkeit) ist ein Maß für die Anzahl der Todesfälle an Krebserkrankungen in einer bestimmten Bevölkerung während eines bestimmten Zeitraumes (meist 1 Jahr). 

Bei der deskriptiven (beschreibenden) Epidemiologie werden Krankheitshäufigkeiten in verschiedenen Bevölkerungen untersucht und Verbindungen zu z.B. Umweltfaktoren, Lebens- und/oder Ernährungsgewohnheiten herzustellen. Analytische Epidemiologie geht von einer Hypothese aus und versucht diese mit Hilfe von statistischen Methoden zu bestätigen (Retrospektive bzw. prospektive Studien). Gesunde mit und ohne Risikofaktoren werden prospektiv vergleichend auf Krebsinzidenz untersucht.

 


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