Krebshilfe-Logo

Spenden & Finanzierung

Entstehungsgeschichte

Zum Weltkrebstag 2014 am 4. Februar fordert die "World Cancer Declaration" unter anderem die aktive Information der Bevölkerung über Vermeidung, Früherkennung und Therapie von Krebs. In Österreich betreiben die Österreichische Krebshilfe, die Initiative Leben mit Krebs und das Comprehensive Cancer Center an der Medizinischen Universität Wien schon seit Jahren aktive Informationsarbeit rund um das Thema Krebs. Mit der ersten deutschsprachigen App für KrebspatientInnen erhält diese Informationsarbeit nun eine moderne und innovative Dimension.

"Rund 30.000 PatientInnen und Angehörige suchen jährlich Rat, Information und Hilfe in den 43 Krebshilfe-Beratungsstellen in ganz Österreich," so Krebshilfe-Präsident Univ. Prof. Dr. Paul Sevelda. "Die Fragen werden von uns anonymisiert ausgewertet. 75% aller Fragen werden zu der jeweiligen Tumorerkrankung und der Therapie gestellt. Das zeigt uns deutlich, dass PatientInnen und Angehörige nach zusätzlichen Informationen suchen. Bestenfalls wenden sich die Menschen an den behandelnden Arzt oder die Krebshilfe, schlechtestenfalls "googeln" sie im Internet und können dabei leider auch auf ungesicherten und gefährlichen Seiten landen, wo Geschäftemacherei durch das Wecken falscher Hoffnungen im Vordergrund stehen", warnt Sevelda.

"Ich wünsche mir, dass Patienten zu Partnern werden," so Univ. Prof. Dr. Christoph Zielinski. "Sie können aber nur dann mündige Partner sein, wenn sie ausreichende und verständliche Informationen haben. Ein mögliches Informationsmanko auszugleichen ist vorrangig Aufgabe des Therapeuten, aber ich motiviere jeden Patienten, sich auch aktiv zu informieren und Fragen zu stellen. Informierte Patienten und Angehörige sind wichtige Partner beim Leben mit Krebs. Die Zusammenarbeit zwischen Patient, Angehörigem, Krebshilfe und Therapeuten spielt auf jeden Fall eine große Rolle für den Erfolg der Behandlung," so der Krebsspezialist.

"PatientInnen und Angehörige informieren sich heutzutage immer mehr im Internet. Wie wir alle wissen, gibt es dort sehr viel Richtiges, leider aber auch sehr viel Falsches zu finden. Der Laie tut sich schwer, zu überprüfen, ob diese Information richtig oder falsch ist," erklärt Univ. Prof. Dr. Gabriele Kornek, Präsidentin der Initiative "Leben mit Krebs". "Auf den Websites der Initiative 'Leben mit Krebs' und der Österreichischen Krebshilfe kann man sicher sein, unabhängige und richtige Informationen von ExpertInnen zu erhalten. Die neue App komplettiert nun dieses gesicherte Informationsangebot," so Kornek.