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5 Schlüssel zum Erfolg

Wissenschaftliche Studien haben erwiesen, dass Ihnen die folgenden 5 Stufen helfen, das Rauchen aufzugeben. Probieren Sie es einfach aus – Sie haben damit die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Nikotin-Ausstieg! Auch Bewegung spielt beim Rauchstopp eine wichtige Rolle, denn durch intensives Atmen werden die Schadstoffe aus der Lunge früher abgebaut und gleichzeitig Glückshormone freigesetzt, die in dieser schwierigen Situation wichtig sind.


1. Fassen Sie den Entschluss

Entscheidend ist, dass Sie sich auf das Ziel „rauchfrei zu leben“ ausrichten – mit allen Konsequenzen.
•  Setzen Sie sich ein Datum, zu dem Sie mit dem Rauchen aufhören.
•  Verändern Sie Ihre Umgebung. Werden Sie alle Zigaretten und Aschenbecher zuhause, im Auto und am Arbeitsplatz los. Lassen Sie niemanden zuhause rauchen
•  Erinnern Sie sich an Ihre früheren Versuche. Erinnern Sie sich, was Ihnen geholfen hat und was Ihnen Schwierigkeiten bereitet hat.
•  Wenn sie einmal aufgehört haben, rauchen Sie nicht mehr – nicht einmal einen Zug!

2. Holen Sie sich Unterstützung und Ermutigung

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Ihre Chancen steigen, wenn Sie Hilfe bekommen. Holen Sie sich Unterstützung:

•  Erzählen Sie Ihrer Familie, Ihren Freunden und Ihren Mitarbeitern/Kollegen, dass Sie das Rauchen aufgeben. Bitten Sie sie, in Ihrer Anwesenheit nicht zu rauchen oder Zigaretten herumliegen zu lassen.
•  Reden Sie mit Ihrem Arzt, Zahnarzt, Apotheker übers Aufhören.
•  Versuchen Sie individuelle, Gruppen oder Telefonberatung zu bekommen. Je mehr Beratung Sie erhalten, umso höher sind ihre Chancen, erfolgreich zu sein. Programme werden in verschiedenen Spitälern, in Rehabilitationszentren und von niedergelassenen Ärzten angeboten. Fragen Sie Ihren behandelnden Arzt nach Programmen in Ihrer Region.

3. Erwerben Sie neue Fertigkeiten und lernen Sie neue Verhaltensweisen

Rauchen aufhören heißt auch etwas Neues anfangen, denn es bleibt mehr Zeit und Energie. Außerdem hilft Ablenkung um nicht dauernd ans Rauchen denken zu müssen.

•  Versuchen Sie, sich vom Drang nach der Zigarette zu distanzieren. Sprechen Sie mit jemanden oder lenken Sie sich mit einer Beschäftigung ab.
•  Wenn Sie zum ersten Mal aufhören, verändern Sie Ihre Routine. Nehmen Sie einen anderen Weg zur Arbeit. Trinken Sie Tee statt Kaffee. Essen Sie das Frühstück an einem anderen Platz.
•  Unternehmen Sie etwas, um Ihren Stress zu vermindern. Nehmen Sie ein heißes Bad, trainieren Sie oder lesen Sie ein Buch.
•  Planen Sie jeden Tag, etwas zu tun, was Ihnen Spaß und Freude bereitet.
•  Trinken Sie viel Wasser und andere Flüssigkeiten.

4. Nehmen Sie medikamentöse Hilfsmittel

Wobei hier eine eingehende Beratung mit Arzt und/oder Apotheker notwendig ist. Bei rezeptpflichtigen Medikamenten ist dies unbedingt notwendig.

•  Medikamentöse Hilfsmittel können Sie beim Aufhören unterstützen und Ihren Drang zu Zigaretten vermindern. In Österreich sind 6 Hilfsmittel für die Raucherentwöhnung zugelassen: Bupropion (Zyban) - rezeptpflichtig Nikotinkaugummi – rezeptfrei Nikotininhaler – rezeptfrei Nikotinnasalspray – rezeptpflichtig Nikotintablette – rezeptfrei Nikotinpflaster – rezeptfrei
•  Ersuchen Sie Ihren Arzt um Hilfe und lesen Sie sorgfältig die Information auf dem Beipackzettel.
•  Alle diese Hilfsmittel werden in etwa Ihre Erfolgschance verdoppeln, das Rauchen aufzugeben und rauchfrei zu bleiben.
•  Jeder, der das Rauchen aufgeben will, kann von den Hilfsmitteln profitieren

Wenn Sie schwanger sind oder die Absicht haben, schwanger zu werden, wenn Sie stillen, wenn Sie unter 18 sind, unter 10 Zigaretten pro Tag rauchen oder eine behandlungsbedürftige Erkrankung haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt bevor Sie ein Hilfsmittel verwenden.

5. Bereiten Sie sich auf schwierige Situationen vor, denken Sie an die Möglichkeit eines Rückfalls

Die meisten Rückfälle treten in den ersten 3 Monaten nach dem Stopp-Datum auf. Seien Sie nicht mutlos, wenn Sie das Rauchen wieder beginnen. Erinnern Sie sich daran, dass viele Raucher mehrere Anläufe benötigen bis sie endgültig rauchfrei bleiben.

Im folgenden einige schwierige Situationen, die Sie beachten sollten:
•  Alkohol: Vermeiden Sie Alkohol. Trinken vermindert Ihre Erfolgschancen.
•  Andere Raucher: Die Gesellschaft von Rauchern kann Ihr Verlangen nach dem Rauchen erhöhen.
•  Gewichtszunahme. Viele Raucher nehmen an Gewicht zu, wenn Sie das Rauchen aufgeben aber üblicherweise nicht mehr als 3 bis 4 kg – meistens durch vermehrte Kalorienzufuhr. Daher - essen Sie gesunde Nahrungsmittel und machen Sie viel Bewegung. Lassen Sie sich durch die Gewichtszunahme nicht von Ihrem Hauptziel abbringen – das Rauchen aufzugeben. Einige medikamentöse Hilfsmittel können Ihnen bei der Bekämpfung der Gewichtszunahme helfen.
•  Negative Gefühle oder Depression. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, außer dem Rauchen, um Ihre Stimmung zu heben. Wenn Sie ein Problem diesbezüglich haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Therapeuten.