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"Sanfte Koloskopie"

Ab 50 steigt mit zunehmendem Alter das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. In mehr als 90 % aller Fälle sind vor der Entstehung des Karzinoms viele Jahre hindurch Vorstufen in Form von zunächst gutartigen Darmpolypen nachweisbar.

"Wenn Frauen und Männer ab dem 50. Lebensjahr alle 7-10 Jahre eine Darmspiegelung durchführen ließen, könnten mögliche Polypen sofort erkannt und abgetragen werden und dadurch die Entstehung von Darmkrebs weitgehend vermieden werden," so Univ.-Prof.Dr. Michael Gschwantler von der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie.

"Deshalb empfiehlt die Österreichische Krebshilfe, die Darmspiegelung unbedingt wahrzunehmen," so Sevelda. "Vermeiden statt leiden" ist nicht nur das Motto der Aktion sondern ein eindringlicher Appell an die Bevölkerung."

Bei vielen Menschen ist die Darmspiegelung als unangenehm und schmerzhaft "verrufen". Seit der Einführung der "sanften" Koloskopie ist die Untersuchung dank dem Einsatz einer Prämedikation ("Kurzanästhesie") schmerzfrei. Diese Botschaft will die Aktion "Herrn und Frau Österreicher" vermitteln.

Ein Beispiel, wie wichtig die Durchführung der Koloskopie ist, lieferte uns vor Kurzem Waltraud Einfalt per E-Mail, das wir an dieser Stelle sehr gerne veröffentlichen:

"Im Jahr 2013, ich war damals 65 Jahre alt, habe ich mich entschlossen, eine Koloskopie durchführen zu lassen. Das war für mich ein Riesenglück! Denn es ist ein Flat Adenom mit hochgradiger intraepithelialer Neoplasie diagnostiziert worden. Dies wurde dann im Krankenhaus total abgetragen. Seit dieser Zeit hatte ich 2 Kontrollkoloskopien und diese waren unauffällig. Die nächste Kontrollkoloskopie habe ich erst im Herbst 2017.

Wäre ich im Jahr 2013 "nicht" zur Vorsorgekoloskopie gegangen, hätte ich mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Karzinom und hätte schon manches Leid ertragen müssen (Operation und Chemo usw.).

Ich würde daher jedem empfehlen, zur Vorsorgekoloskopie zu gehen. Man braucht keine Angst haben, sie ist total schmerzfrei. Man ist ja in einem Dämmerschlaf und wenn man wach wird, ist alles vorbei.

Diese Geschichte möchte ich all jenen mitgeben, die sich noch nicht zu einer Koloskopie aufgerafft haben."