Krebshilfe-Logo

Spenden & Finanzierung

Maligne Tumore

Bösartige (Maligne) Tumore entstehen aus Milliarden entarteter Zellen, die ursprünglich aus genetisch mutierenden bösartigen Ursprungszellen, die sich wieder und wieder geteilt haben, entstammen. Diese Krebszellen dringen in benachbartes Gewebe ein, siedeln sich dort an und zerstören es.

Normalerweise wird eine solche Form von "biologischer Anarchie" im Körper durch ein ganzes System von Kontrollmechanismen unterdrückt. Ein Kennzeichen von Krebszellen ist jedoch, dass sie sich nicht mehr den normalen Regelmechanismen unterwerfen und durch kontinuierliche Teilung unsterblich werden.

Darüber hinaus können Krebszellen durch bestimmte Wachstumsfaktoren die Bildung von Blut- und Lymphgefäßen begünstigen und auch selbst in diese Gefäßbahnen eindringen. Dadurch werden sie im ganzen Körper verschleppt und gelangen in andere Organe. In diesem Fall bilden sich Tochtergeschwülste (Metastasen), die lebenswichtige Organe wie z.B. Lunge, Leber etc. bis zur Funktionsunfähigkeit schädigen und zerstören können.

Maligne Tumore werden in 3 Hauptgruppen unterteilt, die sich wiederum in hunderte weitere Klassen unterteilen:

Karzinome (sind die häufigste Krebserform beim Menschen): entstehen in epithelialen Geweben (= Deckgewebe der Organe), der Haut, im Drüsengewebe der Brust und der Prostata und in der Auskleidung von Körperhöhlen (z.B. Darmschleimhaut)

Sarkome: entstehen im Binde-, Stütz- und Nervengewebe wie Knochen, Knorpel, Nerven, Blutgefäßen, Muskeln und Fett

Leukämie und Lymphome: entstehen in/aus Zellen des Blutes ("Blutkrebs"), der blutbildende Organe (Milz und das Knochenmark) und der lymphatischen Organe (Lymphknoten)