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Unterstützende Maßnahmen

Unterstützende Therapien - die so genannten supportiven Therapien - werden eingesetzt, um Nebenwirkungen von Therapien zu verhindern bzw. zu behandeln.  Auf diesem Gebiet wurden gerade in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht.

Zu den wichtigsten supportiven Therapien zählen die Antiemetika-Medikamente sowie die hämatopoetischen (blutbildenden) Wachstumsfaktoren.


Antiemetika

Antiemetika sind Medikamente, die gegen Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen besonders bei der Chemotherapie eingesetzt werden. Die wichtigsten Therapieformen dabei sind:

Serotonin-Rezeptor-Antagonisten, die gegen die Übelkeit und das Erbrechen hauptsächlich am Tag der Chemotherapie wirken. Die Neurokinin-Rezeptor-Antagonisten wirken am Tag der Chemotherapie und an den Folgetagen. Steroide werden in Kombination mit den o.a. Antiemetika eingesetzt, um deren Wirkung zu verstärken.

Blutbildende Wachstumsfaktoren

Mit den so genannten Hämatopoetischen Wachstumsfaktoren wird die Blutbildung nach Chemo- oder Strahlentherapie gefördert. Normalerweise erholt sich das Blutbild nach der Therapie rasch. Hat der Patient jedoch noch lange danach einen Abfall der weißen Blutzellen, macht ihn dies anfällig für Infektionen. Gerade in solchen Situationen kommen diese Medikamente zum Einsatz, denn die blutbildenden Wachstumsfaktoren regen die Blutbildung an und verkürzen die Zeit zur Verbesserung und Normalisierung des Blutbildes.

Stammzellentransplantation

Als Stammzelltransplantation (SZT) bezeichnet man die Übertragung von Blutstammzellen von einem Spender zu einem Empfänger. Man unterscheidet eine autologe (Spender und Empfänger ist die selbe Person) von der allogenen SZT: Empfänger (Patient) erhält von einem gesunden Spender (zB Bruder/Schwester, fremde Person) blutbildenden Zellen.

Eine SZT kommt bei ausgewählten Patienten und bestimmten Situationen zum Einsatz. Leukämie-Patienten haben oft - entweder primär durch ihre Erkrankung oder sekundär durch die Therapie - eine ausgeprägte Störung der Blutbildung (rote und weiße Blutkörperchen) und darauf basierend ein stark geschwächtes Immunsystem. Die Blutbildung kann durch Gabe von eigenen oder auch fremden hämatopoetischen Stammzellen wiederhergestellt werden. In bestimmten Fällen wird die allogene SZT dazu verwendet, um Leukämiezellen im Körper des Patienten durch fremde Immunzellen zu vernichten.

Blutstammzellen können sowohl aus dem peripheren Blut (Stammzelltransplantation) als auch aus dem Knochenmark (Knochenmarkstransplantation) gewonnen werden.

Heute wird fast ausschließlich die Stammzellentransplantation durchgeführt. Dazu erhalten die Spender blutbildenen Faktoren, die die SZ-Bildung anregen. Diese werden durch spezielle Verfahren aus dem Blut aufgetrennt und dem Patienten dann über die Vene verabreicht.

Bei der Knochenmarktransplantation muss der Spender (unter Narkose) mehrfach im Beckenknochen punktiert werden, um Knochenmark zu gewinnen.