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Hautkrebs

Der Begriff "Hautkrebs" ist korrekter Weise eine Sammelbezeichnung für verschiedene Krebserkrankungen der Haut.

  • weißer Hautkrebs (Basaliom oder Basalzellkarzinom), Plattenepithelkarzinom
  • schwarzer Hautkrebs: das maligne Melanom

Das biologische und klinische Verhalten dieser Krebserkrankungen ist unterschiedlich, daher werden sie hier seperat abgehandelt.

Der "weiße" Hautkrebs metastasiert sehr selten und kann fast immer chirurgisch entfernt werden. Diese einfache Entfernung, ambulant beim Hautarzt, ist oft als Therapie völlig ausreichend. Die Gefährlichkeit des schwarzen Hautkrebs besteht in seiner hohen Neigung, bereits in frühen Phasen Metastasen zu setzen.


Entstehung & Risiko

Extreme und intensive Sonnenbestrahlung kann sowohl schwarzen als auch weißen Hautkrebs verursachen! Der vernünftige Umgang mit der Sonne ist daher der wichtigste Teil der Hautkrebs-Vorsorge. Durch effizienten Sonnenschutz - natürlichen Schatten, Sonnencreme und Sonnenschutzkleidung - können Sonnenbrände vermieden werden. Wir wissen heute, dass die Zahl der (insbesondere in der Jugend) durchgemachten Sonnenbrände direkt mit dem Hautkrebsrisiko zusammenhängt.

Risikofaktor Hauttyp:

Hautkrebs kommt wesentlich häufiger bei Menschen mit heller Haut, hellen Haaren, hellen Augen und Sommersprossen, als bei brünetten oder dunkel-haarigen Menschen mit dunklerer Haut vor.

Symptome

Das Basalzell-Karzinom besteht aus kleinen, oft gruppenweise angeordneten hautfarbenen bis bräunlichen Knötchen mit perlmuttartigem Glanz, die zu einem größeren Knoten verschmelzen können, der dann oft geschwürig aufbricht und bluten kann. Aber auch kleine rötliche Flecken mit kleinen Knötchen am Rand sowie offene Stellen, die bluten und trotz Salbenbehandlung über Wochen und Monate nicht abheilen, sind verdächtig. Basalzell-Karzinome treten vorzugsweise an sonnenexponierten Stellen im Gesicht auf, sind aber auch an anderen Körperstellen, insbesondere am Rumpf, zu finden.

Plattenepithelkarzinome sind derbe knotige hautfarbene bösartige Hauttumore.

Unregelmäßige, "atypische" Muttermale ("dysplastische Naevi) sind häufig das Anfangsstadium eines Melanoms. Diese atypischen Muttermale kommen meist zahlreich in einer Größe von 0,5 bis 1 cm vor und haben meist einen knotigen und einen flachen Anteil in rosa Färbung.

Kennzeichen eines Melanoms:

A: Asymmetrie Muttermale sind rund und symmetrisch. Melanome wachsen stärker in eine Richtung und sind daher asymmetrisch.

B: Begrenzung Muttermale sind in der Randzone regelmäßg zur Haut begrenzt. Melanome sind zackig und unregelmäßig begrenzt und gehen scheinbar übergangslos in die Haut über.

C: Colorit (Farbe) Muttermale haben einen einheitlichen hell- bis dunkelbrauen Farbton. Melanome erkennt man durch verschiedene braune und schwarze bzw. rötliche und auch graue Farbtöne.

D: Durchmesser Melanome nehmen immer an Größe zu, Muttermale bleiben gleich groß.

E: Enlargement (Erweiterung) Melanome wachsen rasch.

Diagnose

Der Hautarzt kann mittels Auflichtmikroskopie nicht nur die Hautoberfläche betrachten, sondern auch in tiefere Hautschichten einsehen. Damit können Melanome besser und früher erkannt werden.

Therapie

Operation

Die totale Entfernung des Tumors ist für jede Hautkrebs-Form die Therapie der Wahl. Je nach Art desTumors ist dabei eine Sicherheitsrandzone zwischen 0,2 und 2 cm notwendig. Diese Sicherheitsrandzone ist wichtig, um das örtliche Wiederauftreten der Tumore möglichst zu verhindern.

Die operative Entfernung von Basalzell- und Plattenepithel-Karzinomen kann in den meisten Fällen in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Bei größeren Tumoren oder ungünstiger Lage (z. B. in der Nähe des Auges) wird die Operation in mehreren Schritten durchgeführt. Andere Verfahren wie Bestrahlungen oder Vereisung des Tumors kommen nur in besonderen Fällen zum Einsatz, z. B. wenn eine Operation aufgrund des Alters oder einer schweren Erkrankung des Betroffenen nicht in Frage kommt.

Auch beim malignen Melanom ist die operative Entfernung die Therapie der Wahl. Sollten bereits Metastasen aufgetreten sein, dann gilt es, alle operierbaren Tochtergeschwülste zu entfernen. Häufig wird im Rahmen der Erstoperation eine sogenannte "Sentinel-Lymphknoten-Biopsie" durchgeführt, bei der festgestellt wird, ob der erste Lymphknoten im Lymphstrom hinter dem melanom von Metastasen befallen ist. Ist dies nicht der Fall, kann man mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass auch keine anderen nachgeschalteten
Lymphknoten einen Tumorbefall aufweisen.

Therapie des Melanoms

Bei manchen Melanomen reicht jedoch die alleinige Operation des Tumors langfristig nicht. Ab einer Eindringtiefe des Melanoms > 1,5 Millimeter spricht man daher von einem Risikomelanom. Dies bedeutet, dass auch ohne Nachweis
von Metastasen im Körper zum Zeitpunkt der Diagnose, ein gewisses Restrisiko für die Entwicklung einer Metastasierung besteht. Zur Verbesserung der Ergebnisse der Operation gibt es – je nach Stadium der Erkrankung – mehrere
Therapiemöglichkeiten, die die Heilungschancen verbessern.

In erster Linie kommt dabei Chemotherapie, Immuntherapie (Zytokine, Vakzine und monoklonale Antikörper) sowie zielgerichtete Therapien zum Einsatz.

Nachsorge

Die klinische Untersuchung der Haut, Laboruntersuchungen, Lungenröntgen, Bauch- und Lymphknotenultraschall sind die wichtigsten nachsorgeuntersuchungen beim Melanom. Die Tumordicke entscheidet dabei über die Intervalle des Nachsorgeplans, den der Arzt aufgrund des inidividuellen Krankheitsbildes erstellt.