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Gebärmutterkrebs

Die Gebärmutter (Uterus) ist ein dickwandiges, birnenförmiges Hohlorgan, das im Zentrum des kleinen Beckens zwischen Blase und Mastdarm liegt. Die Gebärmutter besteht aus dem Körper (Korpus), einer Höhle (Cavum) und dem Gebärmutterhals (Cervix), der in den Muttermund (Portio) übergeht.

Die Gebärmutter besteht aus 3 Schichten: der Schleimhaut (Endometrium) mit der sie innen ausgekleidet ist, der Muskelschicht (Myometrium), und der obersten Schicht (Perimetrium).

Krebserkrankungen der Gebärmutter (Korpuskarzinom) betreffen den Gebärmutterkörper und hier besonders die Schleimhaut.


Entstehung & Risiko

Mehr als 75% der Krebserkrankungen, die im Gebärmutterkörper entstehen, nehmen von den drüsenbildenden Zellen der Schleimhaut (sogenannte Adenokarzinome) ihren Ausgang und werden daher auch als Endometriumkarzinome bezeichnet. Ein sehr seltener maligner Tumor ist das Uterussarkom, das von der Muskelwand (Myometrium) des Gebärmutterkörpers ausgeht.

Eine der Ursachen für das Korpuskarzinom liegt im Ungleichgewicht der weiblichen Hormone und wird daher zu den hormonabhängigen Tumoren gezählt.

Risikofaktoren für Gebärmutterkörperkrebs sind:

  • das Alter (über 50)
  • Kinderlosigkeit
  • Wechsel erst nach dem Alter von 55 Jahren
  • Verabreichung von östrogenhaltigen Medikamenten ohne Gestagenzusatz während der Wechseljahre
  • Zuckerkrankheit (Diabetes)
  • Übergewicht und Fettleibigkeit (Fettzellen speichern Hormone)

Symptome

Zwischenblutungen (vor und nach der Regelblutung), Schmierblutungen bei Frauen in der Menopause, blutiger (fleischfarbener) blutig-eitriger Ausfluss, Schmerzen im Unterbauch und unklare Gewichtsabnahme können auf Gebärmutterkrebs hinweisen.

Bei fortgeschrittenem Stadium ist ein Einwachsen in die Harnblase und in die Beckenwand möglich. Demzufolge kommt es zu Blut im Harn, Harnwegsinfekten und Auftreten von Rückenschmerzen.

Diagnose

Bei der Untersuchung durch den Gynäkologen wird meist die Erstdiagnose gestellt. Die Entnahme einer Gewebeprobe, die Ausschabung (Kürettage) der Gebärmutter und anschließende histologische Untersuchung mit dem Mikroskop sind wichtige Schritte für die Diagnosestellung.

Weiterführende Untersuchungen zur Feststellung der Tumorausbreitung im Bauchraum sind Ultraschall, Computertomografie, Magnetfeldresonanz-tomografie (Kernspintomografie) oder eine Tumormarkerbestimmung.

Wird Gebärmutterkrebs im Frühstadium erkannt, liegt die Heilungschance bei 100%!

Therapie

Je nach Alter der Frau und den bestehenden Begleiterkrankungen gibt es folgende Therapiemöglichkeiten:

Die Therapie der Wahl ist die Totaloperation der Gebärmutter mit Entfernung der Eileiter und Eierstöcke, da sie wachstumsfördernde Hormone (Östrogene) bilden. Beckenlymphknoten können bei dieser Operation ebenfalls mitentfernt werden (Wertheim-Operation). Eine Operation im Frühstadium bedeutet eine 100%ige Heilungschance.

Nach der Operation wird häufig eine Strahlentherapie notwendig sein. Bei Ausdehnung der Erkrankung über die Gebärmutter hinaus, bzw. bei hohem Operationsrisiko, wird ausschließlich eine Strahlentherapie durchgeführt.

Hormontherapie und Chemotherapie werden nur in bestimmten Situationen verabreicht.

Nachsorge

Den genauen Zeitpunkt und die Art der Kontrolluntersuchungen (Labor- und bildgebende Untersuchungen) nach abgeschlossener Therapie bestimmt der Arzt aufgrund des individuellen Krankheitsbildes.