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Rolle des Apoptose-inhibierenden Proteins Survivin in der Pathogenese
des malignen Neuroblastoms,
Barbara Tunkl
(2002-2003), € 11.512,-

 

Dieses Projekt beschäftigt sich mit der Frage, ob Survivin eine Rolle bei der Entstehung von malignen Progression von Neuroblastom-Erkrankungen spielt, welche Funktion von Survivin ausschlaggebend für diese maligne Entartung ist und wie dieser Funktion entgegengewirkt werden kann. Um die Funktion dieses Proteins zu untersuchen, werden ein Survivin Wildtyp-Allel bzw. eine dominant negative Survivin-Mutante (ein verändertes Protein das die Funktion des zellulären Survivin aufhebt) als TAT-Fusionsprotein in aggressive Neuroblastom-Zelllinien und in direkt von Patienten entnommene Tumorzellen eingebracht.

An das rekombinant in Bakterien hergestellte Survivin ist eine sogenannte TAT-Sequenz angehängt, die diesem Protein den Durchtritt durch die Zellmembran ermöglicht. Mit TAT-Survivin-Wildtyp soll analysiert werden, in wieweit die Expression von Survivin unkontrolliertes Wachstum fördert bzw. die Induktion von Zelltod hemmt und damit zur Anreicherung von Mutationen und genetischen Veränderungen in Zellen führt. Dabei wird der mögliche Einfluss erhöhter zellulärer Survivin Konzentrationen auf die Wirksamkeit von Standard-Chemotherapeutika, die zur Behandlung der an Neuroblastom erkrankten Kinder eingesetzt werden, besonders adressiert. Das Einbringen eines mutierten TAT-Survivin-Proteins (dominant negative Mutante) sollte in Neuroblastom Zellen Zelltod induzieren und Zellteilung verhindern, womit die Mutante einen interessanten therapeutischen Ansatz zur spezifischen Behandlung von Neuroblastomen darstellen würde. Das Ziel ist die Entwicklung einer neuartigen tumorspezifischen und patientenschonenden Therapie zur Bekämpfung von Neuroblastom-Erkrankungen bei Kindern.