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Mechanismen und Bedeutung von Tyrosinkinaseaktivierung bei
atypischen myeloproliferativen Erkrankungen,
Dr. Sonja Burgstaller
(2006-2007), € 17.000,-


Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, das Verständnis über die Entstehungsmechanismen von atypischen chronischen myeloproliferativen Erkrankungen zu verbessern. Es soll die Hypothese bestätigt werden, dass diese Erkrankungen durch die Aktivierung von sogenannten Tyrosinkinasen entstehen. Die Identifikation von Tyrosinkinaseaberrationen wird die Entwicklung von neuen zielgerichteten Therapien für betroffene Patienten ermöglichen.

Leukämien und andere Krebsformen beruhen im wesentlichen auf genetischen Veränderungen. Die Identifizierung von Genen, die bei einer bestimmten Krebsart maßgeblich verändert sind, macht eine exakte Diagnosestellung sowie eine bessere Überwachung des Ansprechens auf gezielte Therapiemaßnahmen möglich und bietet einen Angriffspunkt für therapeutische Interventionen.

Das Ziel dieses Forschungsvorhabens besteht darin, charakteristische Gene, die in der Entstehung von sogenannten atypischen chronischen myeloproliferativen Erkrankungen involviert sind, zu erkennen und deren Wirkung zu verstehen.

Über atypische chronische myeloproliferative Erkrankungen ist nur sehr wenig bekannt. Ursächlich werden Aberrationen in einer spezifischen Genklasse, den sogenannten Tyrosinkinasen, vermutet, wobei diese Erkenntnisse auf einer kleinen Subgruppe von Patienten beruhen, die aufgrund von sichtbaren chromosomalen Veränderungen analysiert werden können. Die Bedeutung dieses Projekts liegt darin, dass bestimmte Tyrosinkinasen bereits durch zielgerichtete Medikamente (sog. kleine Moleküle) beeinflusst werden können und Patienten mit diesen bekannten Aberrationen auf diese Therapieformen ansprechen.

Die methodische Grundlage zur Charakterisierung von aberranten Tyrosinkinasegenen stellt die sogenannte „microarray comparative genomic hybridization“ dar. Mit Hilfe dieser Methode sollen neue Zielstrukturen für eine klinisch relevante molekulare Intervention analysiert werden.