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Charakterisierung quantitativer, genomischer Veränderungen in
primären Hirntumoren: Assoziation mit histo-pathologischen und klinischen Parametern

Mag. Sabine Spiegl-Kreinecker
(2003-2006), € 60.300,-

Glioblastome gehören zu den häufigsten und bösartigsten Gehirntumoren, die aufgrund ihres infiltrativen Wachstums kaum zur Gänze entfernt werden können und in der Regel, auch trotz maximaler Therapie, wiederkehren. Wie sich Primär- von Rezidivtumoren hinsichtlich ihres chromosomalen Musters und ihres Therapieansprechens unterscheiden war u.a. Gegenstand eines Projektes, das für die Dauer von zweieinhalb Jahren von der Österreichischen Krebshilfe OÖ finanziert wurde. Aus operativ entnommenem Tumorgewebe wurden im Labor der Theoretischen Neurochirurgie der Landesnervenklinik Wagner-Jauregg Zellkulturen etabliert. Die Analyse chromosomaler Veränderungen des Hirntumors wurde mittels der speziellen Methode der Comparativen Genomischen Hybridisierung (CGH) sowohl an den Zellkulturen als auch am zugehörigen Tumorschnitt durchgeführt. Dabei wurden v.a. auch histopathologisch unterschiedliche Subregionen des Tumors berücksichtigt, die mit modernsten Laser-Methoden (Mikrodissektion) isoliert und vergleichend analysiert werden konnten. Dabei zeigte sich, dass eine Subgruppe von Glioblastomen mit einem weniger aggressiven und therapiesensitiven Rezidivtumor wiederkehren kann. Somit liegt nahe, dass diese PatientInnengruppe mit großer Wahrscheinlichkeit auch bei wiederholtem Tumorwachstum von einer weiteren Chemotherapie profitieren könnte. Die Ergebnisse aus diesen Untersuchungen wurden in einer international angesehenen wissenschaftlichen neuroonkologischen Zeitschrift zur Publikation eingereicht.