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Sexualität bei Krebs

Eine Krebserkrankung wirkt sich auf sämtliche Lebensbereiche aus. der Alltag verändert sich – und auch der von Angehörigen und Partnern. Unsicherheit und Sorgen, aber auch Begleiterscheinungen wie Müdigkeit, körperliche Veränderungen und Schmerzen sind in dieser Phase belastend.

Die Sehnsucht nach Aufmerksamkeit und Zärtlichkeit bleibt jedoch meist bestehen. Und früher oder später kehrt eine gewisse "Normalität" in den Alltag zurück und mit ihr das Verlangen nach und die Bereitschaft zur Sexualität.


Trauen Sie sich!

Die ersten Versuche gelingen oft nicht so, wie gewünscht. Das kann mehrere Ursachen haben und ist völlig "normal". Es kann beispielsweise schmerzhaft sein, an Stellen berührt zu werden, die von der Krankheit betroffen sind. Es kann aber auch sein, dass das Selbstwertgefühl einfach noch von der Krankengeschichte in Mitleidenschaft gezogen ist.

Darüber hinaus können körperliche Veränderungen durch die Behandlung – wie z.B. Narben, ein künstlicher Darmausgang, eine amputierte Brust oder ein Blasenkatheter das Selbstvertrauen erschüttern.

Am Wichtigsten ist es in diesen Situationen, sich zu trauen, die Sexualität mit dem Partner wieder aufzunehmen. Und nicht aufzugeben, auch wenn es nicht gleich so klappt, wie vor der Erkrankung. Verzweifeln Sie nicht und geben Sie sich und Ihrem Partner immer wieder eine neue Chance!


Probieren Sie es aus

Vielleicht haben Sie aber auch gar keine Lust auf Sex, vielleicht fühlen Sie sich beim Geschlechtsverkehr unbehaglich und haben deswegen Ihrem Partner gegenüber Schuldgefühle.

Solche Reaktionen sind normal und bitte bedenken Sie: es gibt hier kein Richtig oder Falsch! Entscheidend ist, dass Sie Ihre Gefühle wahrnehmen und zulassen, unabhängig davon, ob sie angenehm oder unangenehm sind.

Bedenken Sie: Zur Sexualität zählt nicht nur der bloße Geschlechtsverkehr. Es gibt darüber hinaus noch viele andere erotische Begegnungen wie etwa Massagen, erotische Fantasien etc.