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Angehörige und Krebs

Mit der Krebserkrankung eines nahestehenden Menschen können sich viele Probleme ergeben. Angehörige müssen sich mit einer Menge von neuen und unbekannten Dingen auseinandersetzen. Der Alltag verändert sich, zusätzliche Aufgaben müssen übernommen werden, gewohnte Strukturen verlieren ihre Gültigkeit, Flexibilität und Neuorientierung sind gefordert. Das alles ist eine große Herausforderung und oft auch schwierig.


Das offene Gespräch suchen

Angehörige wissen oft nicht, wie sie mit der völlig neuen Situation umgehen sollen und wie sie am besten helfen können. Die benötigten Hilfestellungen können von Fall zu Fall ganz unterschiedlich sein: Was dem einen hilft, ist dem anderen nicht unterstützend.

Aus Sorge und Angst, den anderen zusätzlich zu belasten oder zu verletzen, wird in dieser Situation häufig geschwiegen. Das offene Gespräch zwischen der erkrankten Person und dem Angehörigen kann jedoch Klarheit schaffen, auf welche Weise Hilfe geboten werden kann bzw. was von beiden Seiten benötigt wird. Versuchen Sie daher, ins Gespräch zu kommen, so schwer das am Anfang auch erscheinen mag.


Achtung und Vertrauen schaffen

In der kommenden, schweren Zeit gilt es, Achtung und Vertrauen zu schaffen, indem die Grenzen des Erkrankten und die des Angehörigen respektiert werden. Jeder Mensch ist unterschiedlich und was für den einen gut ist, ist für den anderen manchmal schon viel zu viel. Achten Sie daher auf individuelle Grenzen. Und es ist auch besonders wichtig, dass der Angehörige seine eigenen Grenzen wahrnimmt.

Klären Sie – als Angehöriger – daher Fragen wie:

  • "Was kann ich?"
  • "Was will ich?"
  • "Was tut mir gut?"
  • "Was mache ich sicher nicht?"
  • "Was überfordert mich?"
  • "Wo brauche ich Hilfe?"

für sich im Vorfeld ab. Und bitte vergessen Sie nicht: Auch die Beraterinnen der Österreichischen Krebshilfe in Ihrer Nähe sind für alle Angehörigen von Krebspatienten da.