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Sexualberatung bei urologischen Tumoren

 

Die Diagnose „Krebs“ stellt in der Regel einen tiefen Eingriff in die Lebenswelt der Menschen dar, vor allem wenn es in der Folge zu weitreichenden Einschränkungen der Lebensqualität kommt. Der Verlust der Fähigkeit, eine lustvolle Beziehung zu sich selbst und einer Partnerin aufrechterhalten zu können, stellt für die meisten Männer eine große Herausforderung dar. Häufig tritt dieser Fall nach operativen Eingriffen im Zuge der Behandlung eines malignen Tumors der Prostata ein. Besonders uns Männern fällt es schwer, uns mit unseren Ängsten und Unsicherheiten in einem oft schambesetzten Bereich an jemanden um Information und Hilfe zu wenden. Themen wie Inkontinenz und fehlendes Lustempfinden oder mangelnde Erektionsfähigkeit werden eher mit sich selbst ausgemacht, als sich damit jemandem anzuvertrauen. Allerdings – wenn nicht geredet wird, ist es schwerer Lösungen zu finden. In der geschützten Atmosphäre eines Beratungszimmers lässt es sich oft leichter über belastende Erfahrungen oder Themen sprechen als mit der eigenen Partnerin. Das Fachwissen eines erfahrenen Beraters kann oft überzogene Ängste mildern und fehlende Informationen ergänzen oder falsche Informationen korrigieren. Überzogene Erwartungshaltungen im Zusammenhang mit männlicher Sexualität, Stichwort „ein richtiger Mann“ sein müssen, münden gern in Überforderung, Rückzug und Sprachlosigkeit. Diesen Problemen gilt es im vertraulichen Gespräch entgegenzutreten und neue Bilder eines freud- und lustvollen Sexuallebens zu entwickeln, ob Mann nun Single ist oder in einer (dauerhaften) Beziehung lebt. Dabei Hilfestellung zu bieten ohne zu verunsichern ist unser Ziel.

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Herr Ratzinger verfügt über langjährige Erfahrung in der Beratungsarbeit zu sexuellen Fragestellungen und Problemen. Die Beratungen finden im geschützten Rahmen und auf Wunsch vollständig anonym statt. Alle Fragen und Gedanken, die oftmals im Alltag keinen Platz finden, können hier angesprochen werden.